Bei uns ist Musik drin !
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"Unser" Herrmann mit einem seiner Entführer...

Moin-Moin Wiesbaden
Wir, der Frauenchor der Polizei Kiel e.V. und unsere Sangesfreundinnen von Polizia Vocale aus Flensburg hatten schon seit langem vor, gemeinsam eine Chorreise zu unternehmen.

Da bot sich die Einladung des Chores der Hessischen Wasserschutzpolizei zur Jubiläumsfahrt (10 Jahre Rheintour) hervorragend an. Nach wenigen Absprachen zwischen Flensburger Deerns und Kieler Sprotten war alles "in trockenen Tüchern" – schwupps, die Wartezeit vorbei -  und fröhliche und gut gelaunte Menschen auf dem Weg nach Wiesbaden.

 

Im Bus von Kiel nach Wiesbaden:

38 Sängerinnen und 3 Männer: Busfahrer plus ein Ehemann (und langjähriger Fan) plus Herrmann. Auf Herrmann komme ich später zurück. Gemeinsames Merkmal bei allen Frauen: Die Daumen rechts und links - alle blau und platt. Wer nun vermutet, dass da evtl. Bustüren klemmten, der irrt. Der Busfahrer bat, für die Dauer der Tour die Daumen zu drücken wegen der großen Staugefahr auf der A 7.

Hat geklappt – die Daumen waren sehr hilfreich! Die Geschichte mit dem Sommersonne-Reisewetter hatten wir bereits vorab von daheim per Schönwetter-Engel-Reise-App geklärt. Der Weg ist das Ziel - in diesem Fall endlich Wiesbaden. Für vier Tage – von Donnerstag bis Sonntag – das Ziel dermusikalischen  Wünsche.

Dass nicht alle aktiven Sängerinnen des Frauenchores der Polizei Kiel an diesem langen Wochenende Zeit hatten, um mitzufahren, fanden wir alle schade - sie haben eine ganze Menge verpasst ! ! !

 

Mit den Sangesfreunden des Chores der Hessischen Wasserschutzpolizei verbindet uns eine langjährige Freundschaft. 2002 und 2011 waren die Wiesbadener in Kiel unsere Konzertgäste und in den Jahren 2003 und 2009 waren wir in Wiesbaden zu Gast.

 

Unsere Bühnendekoration im Jahr 2002 bestand u.a. aus einer lebensgroßen Puppe in Männergestalt, schön hergerichtet - in Seemannshemd, blauer Arbeitshose und Schiffermütze. Da das der einzige Mann in unserer Frauengemeinschaft war, ein „Herr Mann“ sozusagen, erhielt er spontan den Namen „Herrmann“.

Bei Abfahrt unserer Wiesbadener Sangesfreunde im Jahre 2002 wurde Herrmann „shangheit“ – schlichtweg entführt und saß an Bord des Busse  in den Süden. Weg war er. Einfach so. Aber nicht für lange. 2011 – beim nächsten Besuch in Kiel sah Herrmann seine Heimat wieder – allerdings nur als Besucher und so lange, bis die Fahrt „nach Hause“ wieder losging. Da saß der Kerl doch schon wieder im Bus nach Wiesbaden! Was soll man dazu sagen – waren wir unseren Herrmann schon wieder los. 2014 kam bei unserer Sangesfreundin Patricia Surberg zuhause ein Riiiiiesenpaket mit der Post an – so groß, dass sie vermutete, dass ihr Ehemann einen neuen Kühlschrank gekauft hätte. Dem war aber nicht so. In dem Paket war: Ja genau – Herrmann. Der hatte es in Wiesbaden offenbar bei seinen Entführern nicht mehr ausgehalten und war – mit einem lieben Gedicht versehen – wieder bei uns.
Inzwischen hatten wir uns eine Nixe gebastelt – schön blau im Gesicht, mit langen blonden Haaren, einem imponierenden Fischschwanz abwärts der Hüfte – eben ein Mädchen zum Verlieben. Hat sich auch Herrmann wohl gedacht – auf jeden Fall haben die beiden Gefallen aneinander gefunden und heimlich geheiratet. Soweit erstmal die Geschichte um „Herrmann“.

 

Die Wiesbadener Sangesfreunde hatten sich ein umfangreiches „Beiprogramm“ für uns Nordlichter ausgedacht. Am Freitag ging´s auf den Neroberg und anschließend in Köngernheim in die Weinberge. Es erwarteten uns auf dem Weingut Hammen vier Trecker mit Anhänger, auf denen wir „bequem“ durch die Rebstöcke tuckerten. Fachkundige Begleitung durch die junge Winzerin machte eine spannende Reise durch viele verschiedene Rebsorten möglich, deren edle Ergebnisse auch verkostet wurden. Die Fahrt nennt sich „Weck, Woi und Worscht“ – also Brötchen, Wein und Wurst. Alles super lecker, bei hochsommerlichem Wetter „unter freiem Himmel“ mit Blick über die Rebhänge. Sehr empfehlenswert.
Ein Abstecher in die St. Katharinen-Kirche zu Oppenheim rundete den Ausflugstag ab. Dort bot sich die Gelegenheit, die einmalige Akustik dieser gotischen Kirche, die neben dem Straßburger Münster und dem Kölner Dom zu den schönsten gotischen Bauwerken am Rhein zählt, zu testen, denn auch hier hatten wir Gelegenheit zu einer gut viertelstündigen Präsentation unserer Lieder.

Der Sonnabend war für die „Rhein-Fahrt“ reserviert –mit der „Rhein-Star“, einem Flussdampfer, auf dem gut 350 Passagiere Platz finden. Alle Stühle bis auf den letzten Platz besetzt, führte die Fahrt den Rhein entlang von Wiesbaden-Biebrich in das beschauliche Bacharach– vorbei an der Loreley, der „natürlich“ mit der entsprechenden „Ich-weiß-nicht-was-soll-es-bedeuten“-Melodie Referenz erwiesen wurde.
Die Chöre an Bord bedankten sich mit einem musikalischen Beitrag für die Fahrt, so auch die Sängerinnen aus Flensburg und Kiel.

In Bacharach wartete am Ufer Bacchus mit seinen Bacchantinnen und kredenzten edles Nass.

Der Bürgermeister begrüßte die zahlreichen Sängerinnen, Sänger und Gäste des Chores der Hessischen Wasserschutzpolizei.
Auch hier durften wir Kielerinnen noch einmal tief Luft holen und mit einem kleinen Ständchen dem Gott des Weines und der Fruchtbarkeit danken. Das kleine Städtchen am Rhein ist unübersehbar touristische Hochburg. Enge Straßen und schön herausgeputzte, alte Häuser prägen das Stadtbild.
Auch hier, in der kleinen Kapelle des heiligen St. Josef nutzten wir die Gelegenheit für ein viertelstündiges Ständchen. Schnell fanden andächtig lauschende Zuhörer Platz.

 

In der Mittelrheinhalle in fand ein gut zweistündige Konzert statt, an dem neben dem Chor der Hessischen Wasserschutzpolizei alle Gastchöre teilnahmen. Das Programm war sehr gut gemischt und die Chöre verstanden es, sich vorbildlich zu präsentieren. Das Publikum fand für alle Beteiligten viel Beifall. Ein wirklich schönes Konzert.

Der gemeinsame Abschlussabend in einer Landgaststätte rundete einen ereignisreichen Tag ab. Der gesellige Ausklang – natürlich mit viel Musik – war launig und gemütlich. An diesem Abend sah unser Herrmann - in Begleitung seiner Frau Gemahlsgattin Hermine -  die Sangesfreunde aus Wiesbaden wieder.
Er wurde als Gastgeschenk seinen „ehemaligen Entführern“ übergeben und findet einen Ehrenplatz im Probenraum. Mal sehen, wann wir den weitgereisten Herrmann in Kiel vielleicht irgendwann wiedersehen….

 

Liebe Wiesbadener: Es war wieder wunderschön bei Euch – vielen Dank für die vielen tollen
Eindrücke, die erlebnisreichen Ausflüge, die vielen Möglichkeiten zu singen, die nette Begleitung und

das Wiedersehen.

 

Bis demnächst mal wieder

Eure Sangesfreundinnen von „Polizia Vocale“ aus Flensburg und dem Frauenchor der Polizei Kiel.

 

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